Vom 12. bis 14. September 2025 organisierte die Gymnastikgruppe des Turnvereins Kottmarsdorf e. V. einen Ausflug mit 37 Wanderfreunden nach Bad Flinsberg in Polen – ins schöne Isergebirge, das zum Riesengebirge gehört.
Das Kurstädtchen liegt im polnischen Teil des Dreiländerecks Deutschland–Polen–Tschechien und ist bekannt für seine Lage im Isergebirge, das wiederum zum Riesengebirge gehört. Es zählt zu den schönsten Landschaften Schlesiens: Der Ort liegt im Tal der schmalen Kwisa und sorgt mit seinem sanften Klima, heilkräftigem Moor und Heilquellen für erfolgreiche Kuraufenthalte. Im Winter gibt es mehrere Lifte und bestens präparierte Pisten.
Freitag: Anreise und Bowling
Am 12. September reisten wir im Hotel Krasicki Resort an, bezogen unsere Zimmer und aßen gemeinsam zu Abend. Danach organisierte unser Team einen gemeinsamen Bowlingabend als Ausklang des ersten Tages. Bars, Schwimmhalle und Sauna konnten wir kostenlos nutzen.
Samstag: Auf den Heufuder
Nach dem Frühstück trafen wir uns alle mit dem Auto am Lift und fuhren zur Ausgangsstation unserer Wanderung. Am Lift hatte ich dieses Mal das Glück, ein Foto mit unserer Gruppe zu machen, ohne auf den Datenschutz der Gesichter achten zu müssen – alle standen mit dem Rücken zu mir. Das habe ich natürlich gleich genutzt und musste keine 37 Datenschutzblätter für dieses Bild einreichen. Zum Glück spielte auch das Wetter mit, und jeder Wanderfreund war gut mit Wechselsachen und reichlich Verpflegung ausgerüstet.
Geplant war die Runde über Heufuder, Tafelfichte, Tafelstein, Dreßlerberg und die Kaskaden-Wasserfälle zur Teufelsmühle, zum Lift und zurück. Leider mussten wir die Runde etwas ändern und wanderten zum Aussichtsturm Stóg Izerski (deutsch: Heufuder) – mit 1.105 Metern der höchste Berg im schlesischen Teil des Isergebirges. Es war kalt und sehr windig, trotzdem gab es eine kleine Stärkung aus dem Rucksack.
Wer nicht so gut zu Fuß war, machte sich von dort wieder auf den Weg zum Lift und gestaltete den restlichen Tag im Ort oder im Hotel; auch der 65 Meter hohe Skywalk-Aussichtsturm konnte bestiegen werden. Der Rest der Gruppe wagte den schwierigen Abstieg nach Bad Flinsberg. Durch das schlechte Wetter der Tage zuvor waren die Wanderwege sehr ausgewaschen, steinig und schlammig – das konnte vorab leider niemand aus dem Team voraussehen.
Der Weg führte uns zum Tafelstein, dem ehemaligen Grenzstein zwischen Böhmen, Schlesien und der Oberlausitz – eine historische Landmarke, ein Berg mit waagerechter Gesteinsschichtung. Unten angekommen, besichtigten wir ein Gradierwerk, landschaftlich wunderschön gelegen und von der Gemeinde mit viel Liebe angelegt. Ich denke, diese Region lebt sehr vom Tourismus, auch die Außenanlagen waren wunderbar gestaltet.
Am Ende des Tages waren alle froh, das Ziel erreicht zu haben. Nach einem leckeren Abendessen stellten uns die Damen der Rezeption einen Raum zur Verfügung, in dem wir bei einem Glas Wein oder Bier und einem zünftigen Kartenspiel den Abend ausklingen ließen.
Sonntag: Heimreise
Für Sonntag waren der Skywalk oder eine kleine Runde zur Tiroler Hütte geplant. Wegen des schlechten Wetters mussten wir dies leider ausfallen lassen, und jeder trat individuell die Heimreise an.
Ein großes Lob an unsere Kinder, die super gelaufen sind und jedes Jahr zum Team gehören. Mein Dank geht an alle Wanderfreunde und an das gesamte Organisationsteam, das jedes Jahr unsere Touren genau vorbereitet! Wir hatten viel Spaß und halten uns gemeinsam fit. Ich wünsche allen Wanderfreunden und ihren Familien viel Kraft, Gesundheit und noch viele schöne gemeinsame Ausflüge. Auch 2026 werden wir sicher wieder einen gemeinsamen Ausflug planen!
„Sport frei!“
André Schreiber, Vorsitzender Turnverein Kottmarsdorf e. V.
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